Konkurrenz belebt eben nicht immer das Geschäft. Fünf Jahre nach der Spaltung der LGBT-Sportwelt in Gaygames und Outgames, haben die Verantwortlichen auf beiden Seiten nun offenbar ein Einsehen. Anlässlich der Jahresversammlung der European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF) in Manchester verkündeten die Vertreter der Federation of Gay Games (FGG) und der Gay and Lesbian International Sports Association (GLISA), in 2018 ein "joint world event" veranstalten zu wollen. Hintergrund des Gesinnungswandels dürfte der Trend zu sinkenden Teilnehmerzahlen sowohl bei den Gaygames als auch den Outgames sein.

Auf lokaler wie nationaler Ebene hatten sich immer mehr LGBT-Sportorganisationen für gemeinsame Spiele stark gemacht. Im Rahmen ihrer Kampagne "Gay & Out - 1 Games" sammelte beispielsweise die Berliner Sportcommunity rund um team berlin Unterschriften für ein internationales Sportevent mit integrierter Menschenrechtskonferenz alle 4 Jahre und kontinentale Sportevents nach dem Beispiel der EuroGames in den Jahren, in denen kein weltweites Sportevent statt findet.
Dieses Ziel rückt nun in greifbare Nähe. Es bleibt zu hoffen, dass die Organisatoren der zukünftig "wiedervereinigten" Spiele auch organisatorisch anspruchsvolle Sportarten wie Rudern regelmäßig im Programm berücksichtigen.
