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14 Queerschlägerinnen reisten im Juli nach Kopenhagen, um an den Outgames 2009 teilzunehmen. Nach kurzer Anreise, Registrierung, einchecken in diversen Unterkünften traf sich die Meute in roter Team-Berlin-Kleidung spätnachmittags am Rathausplatz in Kopenhagen. Nach langem Stehen ging es dann endlich los, die Eröffnungszeremonie der Outgames 2009 begann. Mein erstes Mal! TeilnehmerInnen aus allen Teilen der Welt waren dabei (Indien, Kongo…). Manchmal sehr wenige und manchmal so richtig viele Menschen (Holland, USA, Deutschland). Gastgeberland Dänemark war natürlich stark vertreten. Und dann begann eine wirklich schöne Show mit Artistik, Gesang und Tanz. Irgendwann schaute die Menge während einer wunderbaren artistischen Show in den von Scheinwerfern angestrahlten Himmel und war verzückt ob dieser silbergrauen Streifen. Romantische Stimmung, jedoch Regen, nein kein Schauer, sondern so richtig viel Regen. Und die Artisten machten weiter, Vollprofis halt. Es regnete weiter, die Menge applaudierte. Nachdem die Show fast zu Ende war und Geschichtenschreiberin Alexandra sich durchnässt und kalt in ihr Hotelzimmer begab, zeigte sich hingegen Zimmergenossin Eva im roten T-Shirt, anscheinend als einzige BerlinerIn auf der Eröffnungsparty.

 

Am 2. Tag dann, begann die Ruderregatta am Bagsvaerd-See in Kopenhagen. Die Queerschlag-Damen sowie diverse Begleitpersonen waren zur Unterstützung des gesamten Teams anwesend. Zunächst der Vorlauf des Riemenachters, 2. Platz, ab ins Finale! Unsere beiden Doppelvierer machten sich auch im Vorlauf auf, ins Finale zu kommen. Hier muss jedoch angefügt werden, dass es mit einer Dolle ein Problem gab, was zur Aufgabe zwang (Martin, Jens, Rinaldo und Adrian). Schade! Es folgte das Finale mit Queerschlag-Beteiligung: Andreas. Thomas R, Stefan, Markus L. Silber! Ach haben wir gejubelt. Zwischen den Rennen ruhten sich die Teilnehmer der Regatten eingerahmt von Fans und einer in blau gekleideter Comtesse aus.

Und dann folgte DAS Rennen. Unsere Achter Riemen Mannschaft holte sich die Goldmedaille gesteuert von Huguette, die nach dem Rennen total glücklich von den Männern ins Wasser geworfen wurde. Unter Siegesküsschen und große Bekundungen der ZuschauerInnen erhielten Jens, Martin, Markus L, Adrian, Stefan, Andreas, Thomas und Rinaldo sowie Huguette die GOLD Medaille! Glückwunsch noch mal von mir.

All das wurde am Abend gemeinsam gefeiert. Rennleitung Adrian organisierte das Rennen und überhaupt diese ganzen Tage, SUPER, während Rui halbnackt und seine Schwester Cloe im blauen Badeanzug leicht konfus Medaillen verteilten. Hier sei am Rande erwähnt, dass die Queerschlag-Frauenmannschaft die gegnerische Bootsmannschaft aus Holland kennen lernte.

 

Diese äußerst gut gebauten und trainierten Frauen, flößten mir einen gewissen Respekt ein. Trotz zahlreicher Bestechungsversuche konnte hier keine Völkerfreundschaft geschlossen werden. Am folgenden Tag konnten wieder einige Queerschlag-Siege erzielt werden. Geschichtenschreiberin Alexandra wollte jedoch auch die TeilnehmerInnen anderer Sportarten begutachten und spannende Orte in Kopenhagen besuchen. Das erste Frauen-Inrigger-Training in Kopenhagen fand aus regnerischen Gründen nicht statt, jedoch lernte unser Team den äußerst netten Teddy aus Kopenhagen kennen, der uns zu einem Kaffee in seine Wohnung einlud und uns die Stadt zeigt. Merci Teddy! Wir versprachen ein Vorstellen unseres Herrenteams für besagten Ruderer Teddy. )Am folgenden Tag fand nun endlich auch unser erstes Training auf dem Meer statt. Aufregend war`s und auf einmal erschien es möglich, dieses Boot zu rudern. Carsten, unser dänischer Steuermann lotste uns durch den Hafen und gab uns hilfreiche Tipps. Am Abend wurde wieder mal gefeiert: Am Danske Ruderclub fand die Sailor Splash Party statt zu der ich und die Eva (welche leicht genervt war) zu spät kamen (ich war schuld). Wir hörten von allerlei spannenden Dingen: Männern und Frauen in Marineuniform, Schwimmern … und an diesem Abend wurde Völkerfreundschaft geschlossen. The Day After wurde im Hafen des Danske Rowing Clubs eine Inriggerregatta veranstaltet.

Nur knapp eine Bootslänge lag das gegnerische Frauenboot vorn, laut Aussage unserer Fans haben wir uns insgesamt gut gehalten. Auch unsere Jungs ruderten in den verschiedensten Formationen und hatten Spaß. Alexandra hingegen bewunderte von einer Brücke die vielen Ruderfrauen Dänemarks und beschloss in diesem Moment umzusiedeln. Na ja, in Berlin ist es ja auch ganz nett. Nach einem leckeren Essen wurden dann die Inriggerboote in die Innenstadt überführt. Wir sahen die kleine Meerjungfrau vom Wasser, fuhren durch kleine Kanäle… herrlich. Nach einem kurzen gemeinsamen Beisammensein der Queerschlag-RuderInnen ging es dann mal wieder müde ins Bett. Wir wurden am folgenden Tag von Blitz, Donner, Sturmböen und Regen geweckt. Der Tag an dem die 6 km Inriggerfrauenboote starten sollten. Das taten sie dann auch. Ihr Göttinnen, das war so anstrengend, so viel Wind und so viele Boote ruderten an uns vorbei. Wir hatten eine Menge Fans am Ufer.

Selbst Eva versagte während des Rennens größtenteils die Sprache. Danke Mädels für all das im Vorfeld. Auch wenn es stressig war, ich möchte noch mal zu einer Regatta. Wir waren immerhin schneller als das langsamste Männerboot und erhielten die Bronzemedaille mit Markus L. als Steuermann und durften neben diesen gut gebauten Holländerinnen auf dem Siegertreppchen stehen. Eine tolle Stimmung. Und ich möchte nicht vergessen mich hier noch mal bei allen zu bedanken, für die schöne Zeit, die lustigen Abende, Trainingszeiten, Erklärungen, für all das was die eben QueerschlägerInnen ausmacht. Von der Abschiedsfeier und dem Kopenhagener CSD müssen Euch andere berichten, da Geschichtenschreiberin Alexandra nach Hause fuhr.

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