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1. Tag (30.01.2015)

Ende Januar 2015 brachen 12 Queerschläger in vier Autos zur Ostsee-Idylle Rügen auf. Die Anreise wurde leider getrübt, weil ein Auto von uns einen Unfall hatte und umkehren musste. Glücklicherweise kam keiner zu Schaden. Die Hinfahrt begann bei vorfrühlingshafter Witterung in Berlin und endete in einer winterlichen schneebestäubten Landschaft auf Rügen. Die erste Eskorte mit Jens, Martin, Henning und den beiden Uwes startete bereits in den frühen Morgenstunden um gegen Mittag in der alten Hansestadt Stralsund ein Zwischenstopp einzulegen. Ein Stadtspaziergang entlang an alten Kirchen, Speichern, Kaufmannshäusern, DDR-Plattenbauten und anderen Gemäuer führte uns in die Stadtkirche St. Nikolai, die schon wieder mal seit über 800 Jahren renoviert wird. Nach soviel Stadtgeschichte und auszehrender Anfahrt war erst mal die Lieblingsbeschäftigung angesagt: Torten stemmen und Auflauf schlemmen.

Gut genährt und gesättigt ging es dann ins OZEANEUM, wo wir unsere Reiseleitung Steffen und Stefan trafen. Hier kann man wirklich viel Meeresgetier in großen Aquarien sehen sowie etwas über die Meerökosysteme und ihren fragilen Lebensgemeinschaften erfahren. Die Zerstörung durch riesige Schleppnetze und Plastikmüll hat jeden von uns nachdenklich gestimmt: hier bleibt einem das Fischbrötchen im Halse stecken!

Nach vielen Infos über Ozeane ging es dann in den Supermarkt. Ein von der Reiseleitung in akribischer Kleinarbeit erstellte Einkaufszettel wurde nach vorheriger Bildung einer Frühstücks- und einer Abendessensgruppe abgearbeitet. In zwei Einkaufswagen türmten sich riesige Lebensmittelberge auf. Eine vorsichtige Anfrage von Jens „wie viele Tage wir denn bleiben wollen“ blieb ungehört.

Nun ging es zum Ferienhaus nach Juliusruh. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an die Reiseleitung für die gute Auswahl der Super-Unterkunft! Nachdem wir im abendlichen Dunkel unser Ferienhaus gefunden haben, trudelten Guido und Tom ein. Gemeinsam ging es ans Kochen: Pasta mit zwei Soßenvarianten, dazu frischer Salat mit Vinaigrette. Das Essen hat trotz vieler Köche allen gut gemundet. Ein nächtlicher Spaziergang am Meer und ein gemütliches Beisammensein in warmer Stube ließen den ersten Tag ausklingen.

2. Tag (31.01.2015)

Dieser Tag war eine echte Herausforderung! Kein Sonnenschein, Dauerschnellfall und der waschküchenähnliche Himmel verschmolz mit der grauen Ostsee. Unsere Wanderung durch den Nationalpark Jasmund führte auf 7,93 km Länge über schmale Wege entlang der Steilküste, über tief eingeschnittene Bäche, steile Treppen bergauf und bergab sowie eisglatten Pfaden von Sassnitz zum Königsstuhl. Nichts für Weicheier, ein echter Härte- und Ausdauertest! Ein Gruppenmitglied musste des Öfteren wegen Höhenangst von unseren starken schönen Männern an die Hand genommen werden. Und immer wieder auf schmalen Felsvorsprüngen der spektakuläre Ausblick auf die Steilküste mit den berühmten Kreidefelsen (siehe Caspar David Friedrich). Endlich gegen Mittag erreichten wir unser Ausflugsziel: das Plateau auf dem Königsstuhl mit Restaurant: Betreten des Plateaus 7,50 € Eintritt (ein Beispiel moderner Wucherei). Kurz entschlossen fuhren wir mit dem nächsten Bus nach Sassnitz zurück, um am Hafen beim Rügener Konditorei-Magnaten Peters einzukehren. Bei Torten, Kaffee, deftiger Kartoffelsuppe und wohliger Wärme kamen die Lebensgeister zurück. Unser Geheimtipp: Mohn-Quark-Torte und Cappuccino-Torte.

Abends kehrten wir ins Hotel-Restaurant Lohme ein. Ein echter Geheimtipp für Liebhaber von Fischgerichten. Hier herrscht eine gediegene Atmosphäre in einer Gründerzeitvilla mit spätsozialistischen Sperrholzdecken und Deckenlampen im Siebzigerjahre-Design, unechten Silberkandelabern, überall weiße Tischdecken und eine nette Bedienung. Die lange Wartezeit von 1,5 Stunden ab Bestellung wurde mit köstlichen Fischgerichten belohnt. Nach üppigem Abendessen kehrten wir in unsere Ferienwohnung zurück. Der krönende Abschluss dieses Tages war ein gemeinsames Spiel namens TABU: Uwe II hat offensichtlich das eigentliche Spiel nicht ganz „so“ richtig verstanden und brachte einiges durcheinander, sodass es aber für alle anderen zum Brüller wurde. Alle haben selten so gelacht!

3. Tag (01.02.2015)

Endlich wieder Sonnenschein und blauer Himmel! Ein ausgiebiges Frühstück eröffnete den letzten Tag unserer Wochenendfahrt. Es ging erst mal mit den Autos nach Prora. Hier besuchten wir die Anlage des ehemaligen „KdF-Seebades“ Rügen. Eine hässliche Nazi-Beton-Architektur der 1930er Jahre, die vor allem durch den 4 km langen Gebäuderiegel entlang des Strandes beeindruckt. Guter Stimmung und von den Betonmassen nicht erdrückt, ließen wir uns zu einer Fotosession auf bröckelnder Treppe direkt am Strand von Jens animieren. Mit graziösen Schreitschritten die Treppe hinab konnte jeder zeigen was er kann: in jedem Schwulen steckt eine kleine Königin!

Der nächste Zwischenstopp unseres Ausflugs war Binz. Mit dem „Rasenden Roland“  - eine Schmalspurbahn mit Dampflokomotive – ging es in schwindelerregender Geschwindigkeit nach Sellin. Ein kurzer Spaziergang zur Seebrücke führte uns wieder zur bekannten Konditorei-Kette. Zurück nach Binz, einem kleinen Spaziergang im Wald und mit einem abschließenden Aufwärmen im Bahnhofcafé endete der letzte Tag.

Vielen Dank an alle für dieses schöne Wochenende!

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