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Wie immer am ersten Wochenende nach den Einheitsfeierlichkeiten ging es auch 2018 wieder aaaaatemlos durch die Stadt. 7 km von der Charlottenburger Schleuse bzw. von der Jungfernheidebrücke bis zum Kanzlerinnenamt bzw. zum Haus der Kulturen der Welt - eine tolle Strecke Mitten durch die Stadt, auf der Ruderboote normaler Weise nichts verloren haben.

Passend zum Tag der Einheit sind wir in einer Ost/West Renngemeinschaft aus SCBG, RG Wiking, RK am Wannsee & RG Angaria Hannover im Masters Achter A-C angetreten. Von unserer Seite waren Tatjana E. als Lenkerin und Stefan D. auf Platz 6 beteiligt. Federführend war der RK am Wannsee, der die meisten Ruderer und auch das Boot stellte.

Logistisch war das Ganze eine Meisterleistung:

  • Donnerstag Abend: Zwei Anhänger mit Achtern und Vierern vollgepackt
  • Freitag Nachmittag: Zwei Anhänger zur Jungfernheide gebracht - dort abgeladen und die leeren Anhänger zur J.-F.-Dulles Allee gebracht
  • Samstag Morgen: Alles am Tegeler Weg wieder zusammengeschraubt
  • Samstag Mittag um 13:30 h: ruderbereit vor dem Haus der Kulturen der Welt, die Mannschaft getroffen #puh, alle da

Zwischenbemerkung: Selbst zwei Anhänger voller Großboote reichten nicht, um für jede Mannschaft, die vom Wannsee kam, ein Boot zu haben. Deshalb:

  • Samstag 13:55 h: Warten auf den RaW Masters Achter D, der nämlich unsere Riemen vom Start zum Ziel bringen sollte (und das "pronto" verstand sich ja von selbst) ... denen beim Aussteigen geholfen und die Riemen sofort sichergestellt
  • Samstag 14:05 h: Verzweifeltes Warten auf den RaW Masters Frauenachter, denn die Damen hatten "unser" Boot
  • Samstag 14:12 h: Der Masterinnenachter kam in Sicht - der musste sich nur nach der Zieldurchfahrt in die Schlange der anlegenden Boote einreihen - der Anlegeprozess kann bei dieser Regatta länger dauern, als das Golden Gate neu anzustreichen, da liegen dann nämlich mal schnell 100+ m Achter in einer Reihe vor dem Steg und warten darauf, anlegen zu können.
  • Samstag 14:35h: Schnell den Damen aus dem Boot geholfen, die bei Seite gelegten Riemen eingelegt und los. Ähm Los? Wir lagen wohl gemerkt am Ziel und der Start war 7 km stromabwärts.

Hinweis für die, die sich mit Bootstrimmung nicht so auskennen... es gibt für diesen Achter tatsächlich zwei Sätze Riemen unterschiedlicher Länge, damit Jedermann und Jedefrau ideale Hebelverhältnisse hat #cool

  • Samstag 14:40 h: noch 25 min bis zur offiziellen Startzeit - Stemmbretter justiert und hinter der Moltkebrücke am Kanzlerinnenamt auf die nächste Herausforderung getroffen: Die Durchfahrt durch die Brücke ist nämlich offiziell verboten und gleich dahinter erwartete uns die WaPo. Zum Glück kannten die sich noch aus und wir konnten vermitteln, dass Startnummer 122 eine Sondergenehmigung hatte, über die Nordroute wieder zum Start zu fahren.
  • Samstag 14:45 h: Im Humboldthafen regelte das WSA den Verkehr und wir sollten erstmal liegenbleiben und drei Ausflugsdampfer durchlassen... noch 20 min bis zu unserer Startzeit und eigentlich sollte das Rennen ja in der anderen Richtung stattfinden - also zum Start zu sprinten war eigentlich von unserer Logistikabteilung nicht vorgesehen.
  • Samstag 14:55 h: Kurz vor dem Nordhafen stoppte uns das nächste Boot der WaPo mit dem Hinweis, dass die Durchfahrt für Ruderboote generell verboten sei. Wieder Diskussion... #MennodafürhabenwirgeradekeineZeit #KönnenwirdieSondergenehmigunginPapierformnachreichen?
  • Samstag 15:05 h: Ankunft am Tegeler Weg genau zur vorgesehenen Startzeit und dann die Erkenntnis, dass die Regattaleitung 30 min hinter ihrem eigenen Zeitplan war. Dafür waren wir jetzt aufgewärmt und mussten auf unseren
    Start warten... #natoll
  • Samstag 15:30 h: Endlich durften wir Richtung Jungfernheidebrücke einschwimmen und der Vorstarter gab unserer Kommandobrücke bestehend aus Tatjana E (vom SCBG), Josef H. und Uli B. (beide RaW) letzte Instruktionen. Ich hab nochmal wiederholt, was ich in den kommenden 25 min von meinem Maschinenraum haben wollte.
  • Samstag ...: Also jetzt wirklich LOS!!! - das erste Mal "Quer durch Berlin" im Achter. Den vor uns gestarteten Gig-Doppelachter #superRennfolge hat Tatjana in der Kurve südlich des Schloss Charlottenburg geschickt ausmanövriert und dann kam die lange Zeit des Leidens, denn wenn das Schild mit dem Hinweis auf die Streckenhälfte ins Blickfeld kommt, will man eigentlich nur noch sofort im Ziel ankommen... #klingtgutklapptnur nicht, da kommen dann nämlich nochmal 3500 m. Also weiter und nach Passieren diverser Sehenswürdigkeiten, die wir alle nicht gesehen haben, ...
  • Samstag 15:54:30 h: Tatjana erklärt hinter Bellevue die letzten 500 m für eröffnet, also nochmal "Druff, Druff, Druff"
  • Samstag 15:55:45 h: Zieldurchfahrt, wow - Logistik hat funktioniert, Maschinenraum auch, Lenkerin ist die Ideallinie gefahren - deshalb:
  • Samstag 17:12 h: Goldmedaille für die Rgm: SCBG, RaW, RGW, RGAH im Masters Achter A-C (eigentlich ist die Medaille aus Plexiglas, aber wir haben gewonnen ;-) )
  • Sonntag Vormittag: Extremst Beine-Hochlegen und die Bemerkung von Guido T. "Ihr habt bei der Zieldurchfahrt so entspannt ausgesehen" Ne, schon klar, ich kann mir nichts Tiefenentspannenderes vorstellen, als mit Schlagzahl 35 7 km durch Berlin zu prügeln... #hust
    Ich stelle fest, dass es in diesem Jahr ziemlich viele tolle Ruderwochenenden gibt #Lifeisgood und bin mal gespannt, was die aus dem NSW dazu sagen, dass sie in diesem Jahr ständig zur Planerfüllung herangezogen wurden - hat ja funktioniert #frechgrins.

Euer Strokeside

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