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Det Kleene is erwachsen jeworden - queerschlag ist 18! Pauken, Trompeten, Gratulationen und - natürlich - eine Geburtstagsfahrt.

The one and only Fahrtenleiter Steffen organisierte eine wunderbare Reise ins tiefste Thüringen - wo die Häuser noch verschindelt, alte Kader wehmütig, Bergbahnen modernisiert und Fichten verschneit sind. Oberweißbach, Du fröbelnde Perle im Weißbachtal - wir kommen!

Bereits der Anreisetag war eine reine Bildungsreise: Wie ist Straßenbelag aufgebaut? Woher kennen wir den Ortsnamen Pößneck? (Auflösung: VEB Schulbuchverlag) Wie viele Bewohner kann eine ostdeutsche Kleinstadt verlieren, ohne ihren Wohnwert einzubüßen? Recht deprimiert über die vielen schönen, aber komplett verfallenen Altbauten ging es weiter... aber keine Atempause: Max braucht Wasser! Was ist Gichtgas? Wie hoch ist ein Hochofen? 


Voll mit technischen Details nach der Führung in der Gasmaschinenzentrale des ehemaligen VEB Bergbau- und Hüttenkombinat Maxhütte fuhren wir nach Saalfeld. Weiter ging es: Wo ist das Darrtor? Warum ist die Vier eine halbe Acht? Kennt jemand das Wappen von Rotstern?

Andächtig schauten wir aufs Pfeilerrot der Johanneskirche und versuchten, uns über 3000 einzelne Orgelpfeifen vorzustellen (die allein der Fahrtenleiter richtig riet).

Doch gut - endlich abends Ankunft im Hotel Burghof: Freundlich empfangen und alsbald hungrig aufs Essen wartend ging die Bildungsreise weiter: Warum müssen Oberweißbacher Klöße auf dem Teller sitzen? Was schmeckt besser - Fröbelschnaps oder 8-Kräuter-Schnaps? (Antwort: Egal)

Wichtiger war am nächsten Morgen die bange Frage: Wie nass werden wir werden? War doch der große zweigleisige Bergbahn- und Wandertag angesagt. Der Beginn war schwer: Eiskalter Wind, waagerecht umherfliegende Eiskristalle, matschiger Boden - glücklich waren wir über die Fahrt in insgesamt 3 verschiedenen Bergbahnen in 55 Minuten. (Bildungsfrage: War das jetzt eigentlich qS-Rekord?)

Und je mutiger wir auf dem Panoramaweg Schwarzatal ausschritten (und einzelne Unerschrockene das Rennsteiglied trällerten), desto mehr Bildung gab es: Wie ist diese Talsperre aufgebaut? Wollen wir die Mauerkrone erklimmen? (Antwort: Ja.) Und aus den Eiskristallen wurde mehr und mehr Schnee, der im schützenden Fichtenwald (Bildungsfrage: Wie kommt die Kiefer hier hin?) nicht mehr schlimm, sondern schön war.

Gegen die Naturgewalten auf der letzten Freifläche ankämpfend, enterten wir ganz unbildungsmäßig das Kuchenbuffet des Fröbelturms. Hier wurden dann die wirklich wichtigen Fragen des Lebens gestellt: Wer bekommt die Anschnittseite der Buttercreme-Eiche? (Antwort: Michael) Nehme ich ein kleines oder ein großes Bier? (Antwort unbekannt) Und darfs noch ein Fröbelschnaps sein? (Antwort: Ja). Die letzten 1,5 der insgesamt 15 Kilometer "nach Hause" wurden dann nochmal schwer, wollten doch die Schneekristalle noch einmal Teilchenbeschleuniger spielen.

Aber die Ruhe kam....auf dem Bett, in der Sauna, vor dem 25-cm-Röhrenfernseher, ganz nach Gusto (aber mehrheitlich wohl ohne Bildung). Abends dann dorfabwärts in die "Schenke" mit der Frage: Sind die Klöße hier besser oder schlechter also im Burghof (Antwort: Nicht so gut). Und auch das Bier hatte weniger "Körper", befand die Autorin. Deshalb: Auf zum Absacker ins Hotel - machen wir wieder den Fröbelschnaps-Test. (Ergebnis: Keine Ausfälle zu beklagen.)

Am Sonntagmorgen das augenreibende Erwachen: Alles weg. Jeder einzelne Zentimeter des gefallenen Schnees. Und: Regen. Sprühregen. Landregen. Egal: Bildung! Auf ins Fröbelhaus! Gebannt lauschten wir 60 Min. dem leidenschaftlichen Vortrag des leitenden Fröbeljüngers, wussten danach alles über Jungs in der Mädchenschule, Kugel/Walze/Würfel und japanische Fröbeltouristinnen. Aber ach - die Bergbahn pfiff - schnell zur vorletzten Etappe! An der Schwarza entlang hin fahren, rück laufen .... Bildungsaufgabe: Ziehe 14 Hin/Rück-Einzeltickets aus dem Automaten der Deutschen Bahn. Den tapferen Bildungsbürgern blieb fast nur noch die Erzählung über die vorbeigeglittene Landschaft, so lange dauerte der Bildungsvorgang. Auf zur Wanderung, leider manche optimistischerweise mit leichtem Schuh- und hellem Hosenwerk. Nun denn - Schlamm soll ja schön machen. 30 Höhenmeter waren in einer Stunde überwunden, da winkte der letzte Kuchenteller und das letzte Kännchen Kaffee und die letzte Bergbahn der Reise.

Ein wenig müde, ein wenig überfröbelt, randvoll mit Bildung jeglicher Art verabschiedeten wir uns dann am Bahnhof voneinander und dem grandiosen Fahrtenleiter. Danke ihm, danke dem Geburtstagsfotografen Jens, danke allen mitgekommenen QueerschlägerInnen, danke den so bildungsfreigiebigen Einheimischen und dem wunderschönen Thüringer Wald.

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Wanderruderfahrt anlässlich des Abruderns am 31.10.2015.

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Wanderrudertour vom SCBG über den Nottekanal zum Mellensee und zurück, 17.10.2015 bis 18.10.2015. 

 

 

 

 

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Herzlichen Glückwunsch unseren Teilnehmern an der Langstrecken-Ruderregatta "Quer durch Berlin" am 10.10.2015:

  • Rennen 20, MM 4x+ Gig C: Stefan D., Jörg S. in Renngemeinschaft mit Ruderverein am Wannsee - 1. Platz in einer Zeit von 28:58:55 (8 Boote im Rennen)
  • Rennen 23, OFF 4x+ Gig: Felix B., Arnd-Erik B., Martin H., Franz S., St: Tatjana E. - 7. Platz in einer Zeit von 31:04:94 (13 Boote im Rennen)

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Bei Wanderfahrten geht es gewöhnlich so, wie beim Urlauben: Es zieht uns in die Ferne. Und auf die Idee, einmal die Sehenswürdigkeiten der eigenen Stadt zu erkunden, darauf kommen eigentlich nur die lieben Verwandten auf Besuch in der Hipsterhauptstadt oder vor kurzem Zugezogene, Neuberliner allemal. Der hieß in diesem Falle Stefan.

Los ging es Freitagabend, 4. September 2015 am heimischen Steg in Grünau mit einer Routenänderung: Ein Träger der im Bau befindlichen neuen Spreebrücke in Treptow-Köpenick war einige Tage zuvor abgestürzt, was eine Sperrung der Spree für den Schiffsverkehr zur Folge hatte. Nach Auskunft der Wasserschutzpolizei war noch unklar, wie lange die Sperrung andauern sollte. Die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beeilte sich jedoch klarzustellen: “Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir nicht davon aus, dass die Eröffnung der Brücke 2017 gefährdet ist”. Wie auch immer, wir nahmen die eigentlich für die zügige Rückfahrt vorgesehene Route über den, sieht man einmal von den jugendlichen Ruderinnen, die uns ein Stück begleiteten, ab, wenig aufregenden Teltowkanal zur Rudergemeinschaft Wiking, wo die Boote über Nacht lagern durften.

Die zweite Etappe unserer Wanderfahrt führte uns am Samstagmorgen dann endlich an den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der südlichen Berliner Stadtteile Neukölln, Tempelhof, Steglitz und Zehlendorf vorbei. „Vorbei“ ist insofern wichtig, als dass wir dieselben wegen der Kanalführung in einem tiefen, trapezförmigen Geländeeinschnitt nicht haben sehen können. Höhepunkte waren umso mehr die Durchfahrten unter den vielen Brücken, die nach den zahlreichen Lokalgrößen, die sich um den Bau des Teltow-Kanals verdient gemacht haben, benannt sind. Stellvertretend seien hier Landesbaurat Otto Techow, Adolf Hannemann, Kämmerer des Kreises Teltow und Emil Schulz, Amts- und Gemeindevorsteher von Groß-Lichterfelde und Mitglied der Kreis-Kanalkommission genannt. Rudertechnischer Höhepunkt dieses Streckenabschnitts war die Überholung des Gütermotorschiffes „Aqua“ kurz vor dem Tempelhofer Hafen, dessen Lagerhäuser dem Zeitgeist folgend inzwischen eine Shopping-Mall beherbergen. Für uns bot der Hafen Gelegenheit für eine kleine Pause.

In Kleinmachnow wehte nicht nur der Mantel der Geschichte - früher wurde hier für den Endsieg geforscht, später nächtigten hier Staatsgäste der DDR - sondern erstmals auch ordentlich Wind. Wenigstens kein Regen, dachten wir uns. Hinter der beeindruckenden, wilhelminischen Schleusenanlage Kleinmachnow und damit zwei Meter fünfundachtzig tiefer - dem Schleusenwärter ein dreifaches „hipp, hipp, Hurra!“ - legten wir am Ruderclub Kleinmachnow-Stahnsdorf-Teltow an, wo uns Alex und Begleiterin Manja schon mit Kuchen, Brezeln (ohne Butter allerdings) und Kaffee (ohne Zucker allerdings) erwarteten. Der Ruderclub besteht, Randnotiz, aus einem etwas größeren Kleingartengrundstück und einigen im Freien gelagerten Ruderbooten, von denen einige mit mehr oder weniger lernbegeisterten Schülern auf dem Wasser waren. Und was soll ich sagen? Die Mädels sahen (rudertechnisch) einfach besser aus!

Weiter ging es über den Griebnitzsee nach Babelsberg. Herrlich - diese Landschaft! Herrschaftlich - diese Anwesen! Herrjeh - dieser endlose Streit um einen öffentlichen Uferweg auf privatem Grund. Überall Mähroboter, die ihr Terrain gegen Spaziergänger verteidigen. Doch alles das war noch nichts gegen die Ansichten, die uns Schloss Babelsberg, Schloss Glienicke, die Glienicker Brücke und Potsdams Stadtsilhouette boten. Gucken und Genießen war leider nur kurz möglich, denn die Überfahrt zur Sacrower Heilandskirche war doch recht wellig und wir konzentrierten uns auf’s Rudern. Dort erwartete uns ein Postkartenidyll: eine Hochzeitsgesellschaft, Segelboote und ein kleiner Strand mit Bäumen, unter den sich gut verweilen ließ. Ein Hoch auf die Fahrtenleitung!

Weiter ging es fast wie von allein. Der Wind trieb uns über die Havel, vorbei an der Pfaueninsel, dem großen Wannsee, an Schwanenwerder. Zwar blieben wir in Ufernähe, doch der Südwestwind vor einer Regenfront nahm weiter zu und so geschah es: Das längste unserer drei Boote, ein gesteuerter Gig-Vierer nahm zwei, drei Mal Wasser und die nächste Welle erledigte den Rest. Halb zogen wir, halb sanken wir hin - so erreichten wir einen Schutz bietenden Segelhafen. Das Gepäck schwamm davon, richtig zu rudern, das ging nicht mehr. Also stiegen wir nacheinander aus. Huguette als Erste. Dass ihr das Wasser nur zur Brust reichte, brachte allgemeine Erleichterung. Das Team einer zu unserem Glück nahe gelegenen Wasserrettungsstation half Reinhard und Stefan beim Bergen von Boot und Gepäck. Stefan zog das Boot dann heldenhaft um einen Steg herum zu einer Badebucht, wo es abgelegt werden konnte. Wir bekamen Tee und Decken und eine Spendenquittung. Draußen ging ein kurzer, aber heftiger Regen nieder.

Das Wetter beruhigte sich, die Aufregung auch, und so ruderten die trocken Gebliebenen die drei Boote in Unterbesetzung die letzten Kilometer zum Etappenziel Spandauer Ruderclub „Friesen“, während die anderen von Autos abgeholt wurden. Zum Glück waren nicht alle Mobiltelefone nass geworden.

Der dritte Tag begann mit Regen, wenig Regen, viel Regen, Nieselregen. Wasserfeste Kleidung und Gefriertüten über die Socken gezogen, hielten uns aber trocken und die Stimmung hoch. Spandaus Reize blieben uns wasserseitig verborgen. Nur ein klitzekleiner Schrebergarten direkt am Ufer neben der Eisenbahnbrücke stach mit Holzhütte im Schweizerstil samt Geranien, übergroßer Regenbogenfahne und den Flaggen Preußens und der Bundesrepublik heraus. An der Spreemündung folgten wir den Spundwänden nach Osten, passierten das Heizkraftwerk Reuter, fragten uns, warum jemand ausgerechnet an der Fäkalienschiffsanlegestelle angelt und erreichten die Schleuse Charlottenburg: eine 115 Meter lange Schleusenkammer nur für uns! Hipp, hipp, Hurra!

Wir folgten der Spree aufwärts, vorbei am Schloss Charlottenburg, schönen Altbauten, weniger schönen Wiederaufbauten und wollten am Liebsten „quer durch Berlin“ - doch ist das bekanntlich verboten und so bogen wir am Spreekreuz nach Süden in den Landwehrkanal ab. Eine sonntagvormittägliche Beschaulichkeit breitete sich zwischen den Gebäuden der Technischen Universität Berlin aus. Schon sahen wir das Charlottenburger Tor und die Unterschleuse des Landwehrkanals. Hipp, hipp, Hurra!

Es folgte eine kurze Pause im Kleinen Tiergarten, Sie wissen schon wo, um diese Zeit ist da nüscht los. Weiter ging’s. Ein „Wir grüßen die Bundeskanzlerin mit einem dreifachen…“ an der CDU-Parteizentrale musste wegen Gegenverkehrs kurzfristig ausfallen. Hatte ich den Regen schon erwähnt?

Den schmalen Landwehrkanal teilten wir uns mit einigen kaum besetzten Ausflugsdampfern. Schlag um Schlag zogen die Stadtteile und ihre Ufer an uns vorbei. Es regnete immer noch, aber der Blick vom Wasser auf den Rosinenbomber am Technikmuseum, auf die U-Bahn hoch über unseren Köpfen, auf den Wochenmarkt am Maybachufer, das ist selbst bei Regen schön. Im Urbanhafen gab es auf einem Restaurantschiff guten Kaffee und leckeren Kuchen und endlich kam auch die Sonne hervor.

Neuköllns beste Seite ist eindeutig die Wasserseite! Wunderschön ist die Fahrt auf dem Neuköllner Schiffahrtskanal. Jedenfalls bis man um die Ecke kommt. Die eine Seite des Neuköllner Hafens dient dem Altmetallumschlag, die andere dem - ich hab da nicht so genau hingeguckt, aber Felix wusste Bescheid. Der wohnt ja da. Und Gras haben die geraucht. Jedenfalls kommt dann das Estrel und danach die unglaublich langsame Schleuse mit 30 cm Höhendifferenz und „Selbst-Bedienungsanleitung“, hipp, hipp, hurra, die angeblich nur deswegen noch nicht beseitigt wurde, weil sonst die Ausflugsschiffe nicht mehr unter den Landwehrkanalbrücken durch passen. Und, schwupps, waren wir wir wieder bei der RG Wiking.

Die Spreesperrung war inzwischen, oh Wunder, aufgehoben, so dass wir die eigentlich für die Hinfahrt geplante Route über die Spree, vorbei an der Köpenicker Altstadt, nach Grünau nehmen konnten. Ob die Herren-Mannschaft schwächelte oder es nur wegen unbedingt nochmals aufzutragender Sonnencreme zu mehrfachen Zwischenhalten kam, ist unbekannt. Jedenfalls ist es eine Blamage trotz Rückenwindes zweimal von der „Wasserkutsche“ überholt zu werden, das muss hier mal gesagt werden! Nebenbei, hatte ich die Wellen schon erwähnt? Jedenfalls waren die Jungs plötzlich ganz fix als es beim Einbiegen in die Regattastrecke aus heiterem Himmel einen Wolkenbruch gab, der uns auf den letzten Metern noch vollkommen durchnässte. 92 Kilometer und dann sowas! Egal, es hat uns Spaß gemacht! Ach, Ihr wollt noch wissen, wer mit „wir“ gemeint ist? Das sind: Alex, Andreas, Antje, Carola, Daniel, Eva, Felix, Florian, Franz, Hans-Peter, Huguette, Martin H., Reinhard und Stefan!

Aufgeschrieben von Andreas

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