Das wie und wer soll hier gar keine Rolle spielen. Aber wichtig ist, dass wir da waren: Beim Rainbow Rowing in Mannheim am 11. Juli 2026. Eingeladen hatten uns "die Monnemer" auf ganz charmante Art, wie es eben so Art ist in der alten Kurpfalz.
Rainbow Rowing veranstaltet die erst wenige Jahre alte queere Rudergruppe, also die Abteilung Rudern des mvd, um die queere Rudercommunity ganz ohne Wettbewerbsdruck einmal im Jahr zusammenzubringen. Und zwar zum Mannheimer CSD. Dem Ruf sind wir gerne gefolgt, sind uns doch die quirligen, kommunikativen und vor allem aufgschlossenen Ruder:innen vom mvd schon bei den letzten Regatten positiv aufgefallen. Und nachdem die Truppe 2025 zu einer kleinen Wanderfahrt in Berlin vorbei kam, waren die sonst eher kodderigen Berliner ob der badischen Freundlichkeit weich geworden.
Am CSD-Tag war dann der Tag auch echt voll: Picknick im Park mit "Yuppiewasser" und Kleinigkeiten, anschließendem CSD-Besuch sowie gemeinsamem Rudern auf dem Neckar. Am Abend ging's dann noch weiter mit Warmup bei einem der mvd'ler sowie Party bis in die frühen Morgenstunden im ms connexion.

Der CSD in Mannheim ist kleiner als in Berlin. Das überrascht wohl niemanden. Und doch habfen sich "die Monnemer" immer mal wieder dafür entschuldigt. Er ist aber auch deutlich politischer, weniger Party, weniger ausgefallen und viel mehr Demo - mitunter vorbei an etwas "deppert" dreinblickender Öffentlichkeit. Diese Öffentlichkeit ist in Berlin deutlich weniger sichtbar; und das Außen und der Partyzug, beides vermischt sich hier sehr. In Mannheim fühlt man sich deshalb auch sehr viel sichtbarer, die Demo als politisches Statement erhält mehr Gewicht.

Nachdem der CSD-Zug auf dem Alten Meßplatz ankam, ging's für uns in Richtung Ruderverein. Die Ruder:innen des mvd gehen bei bei der Mannheimer Rudergesellschaft Baden von 1880 e.V. rudern. Deren Bootshaus liegt unweit der Schleuse Feudenheim und -Alter!- geht das zu deren Steg steil bergab! Auch eine Herausforderung: Selbst Gigboote müssen parallel zum Steg eingesetzt werden. Insgesamt vier Boote und sozusagen drei Regenbogenflaggen haben wir auf's Wasser gebracht bekommen, bestehend aus 33 Ruder:innen aus 8 Vereinen, 6 Städten und 2 Ländern. Jede:r hatte ein T-Shirt in passender Farbe bekommen damit die Mannschaften einen Regenbogen bildeten. Zusammen ging's ein Stück den Neckar runter bis zur Neckarwiese mit einigen hundert Partygästen, die laut den Rudermannschaften zujubelten. Um noch ein bisschen mehr Zeit miteinander auf dem Wasser zu verbringen und damit die Gäste ein bisschen vom Hausrevier sehen sind wir noch bis zur Neckarspitze, kurz vor die Einmündung in den Rhein, gefahren. Was "die Monnemer" ziemlich langweilig finden, war für die Berliner Gäste mal ne geile Abwechslung. Es gab Frachter, Stadtpanorama und puren Industriecharme zu bestaunen. Über die weitere Abendgestaltung möchte der Autor an dieser Stelle schweigen. Es sei nur so viel gesagt, als dass die gaywerk im ms connexion sich vor anderen queeren Hauptstadtpartys nicht verstecken muss.


Am Ende dieser Reise bleibt der Eindruck zurück, dass die queere Rudercommunity etwas enger zusammengerückt ist. Danke sagen müssen wir dafür ganz herzlich "den Monnemern". Für die Idee, die Einladung, die Herzlichkeit und vor allem die Verbundenheit. Queerschlag freut sich sehr "die Monnemer" bei nächster Gelegenheit begrüßen zu dürfen.
Der mvd hat natürlich auch kurz zum Rainbow Rowing geschrieben:
https://www.mvd-mannheim.de/ra
Ebenso die Mannheimer Rudergesellschaft Baden von 1880 e.V.:
https://mrg-baden.de/bunter-ne
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Karsten B.